Wie fange ich das am besten an?

Zunächst einmal: keine falsche Demut! Wenn du mit einem Verlag Kontakt aufnimmst, solltest du dich nicht als Bittstellerin fühlen, sondern als jemand, der dem Verlag ein interessantes, gut vorbereitetes Manuskript anbietet und der für die Veröffentlichung Geld in Form des Druckkostenzuschusses mitbringt. Man kann durchaus auf Augenhöhe miteinander kommunizieren.

Dazu gehört aber auch, der anderen Seite Respekt entgegenzubringen und bei Anfragen eine gewisse Sorgfalt walten zu lassen. Hier ein paar Empfehlungen für die Kontaktaufnahme:

  • Versuche herauszufinden, wer im Verlag der richtige Ansprechpartner für dich ist. Über die Verlagswebsite lassen sich oft die Namen derer ermitteln, die für das eigene Fach- oder Spezialgebiet zuständig sind, beispielsweise in der Auflistung der einzelnen Lektorate. Vielleicht hast du auch eine konkrete Empfehlung von jemandem, wen du ansprechen kannst. Manche notieren sich auch Namen von Lektorinnen, die bei wissenschaftlichen Büchern manchmal in der Danksagung genannt werden. Je zielgerichteter deine erste Kontaktaufnahme ist, desto besser.
  • Schicke nie ungefragt ein komplettes Manuskript an den Verlag. Lektorinnen und Lektoren sind vielbeschäftigte Menschen, die ganz bestimmt nicht die Zeit haben, sich durch mehrere hundert Seiten lange Texte zu wühlen, bevor sie eine Entscheidung treffen.
  • Als erstes solltest du auf der Website des Verlags nachsehen, ob es konkrete Vorgaben für Anfragen und für das Einreichen von Manuskripten gibt. Einige Verlage haben ein Kontaktformular, in dem sie auch Angaben zur geplanten Veröffentlichung abfragen. Wenn es konkrete Vorgaben gibt, freu dich darüber und halte dich daran – damit machst du auf alle Fälle alles richtig!
  • Wenn du keine Vorgaben finden kannst, gibt es zwei Optionen: Entweder fragst du per Mail an, ob du ein Exposé schicken darfst, oder du schickst gleich Informationen zu deinem Veröffentlichungsprojekt:
    • Name, ggf. kurzer Lebenslauf
    • Fach
    • Titel der Arbeit
    • Namen der Gutachter*innen
    • Bewertung der Arbeit
    • Zusammenfassung der Arbeit
    • Angaben zum Umfang (Seitenzahl, Anzahl der Farb- und Schwarzweißabbildungen)

Achte darauf, diese Informationen in möglichst wenig Einzeldateien zusammenzufassen, das spart deinem Gegenüber schon eine Menge Zeit und minimiert das Risiko, dass beim Weiterleiten innerhalb des Verlags Daten bzw. Dateien verlorengehen.

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner